Hubert Dafflon, Grossrat und Fraktionspräsident

 

Die Maisession war im Wesentlichen durch die Jahresrechnung und den Tätigkeitsbericht 2020 unseres Kantons geprägt.

 

Wer hätte gedacht, dass die Jahresrechnung 2020 ausgeglichen abschliessen würde, dies trotz der mit der Pandemie verbundenen Turbulenzen und Unsicherheiten? Die Rechnung nähert sich der Viermilliarden-Grenze, was mehr als CHF 12‘000.00 pro Einwohner und Jahr entspricht! Eine straffe Finanzverwaltung seit mehreren Jahren, zweckgebundene Rückstellungen und komfortable Provisionen, eine grosszügigere SNB als vorgesehen und eine solidere Gesundheit der freiburgischen Wirtschaft als angenommen sind die Grundlagen unserer gesunden Finanzen, die wir mit Genugtuung genehmigen durften. Die günstigen Prognosen bezüglich der Steuerreformen für juristische Personen bestätigen sich ebenfalls. Einziger Schwachpunkt ist die Tatsache, dass – einmal mehr – die Investitionen nicht den beschlossenen Beträgen entsprechen, da vom Staat in dieser Krisenzeit eine antizyklische Rolle erwartet wurde. Unser Finanzminister Georges Godel, der seine letzte Jahresrechnung präsentiert hatte, verdient besondere Anerkennung für die beispielhafte Führung der kantonalen Finanzen während seiner ganzen Amtszeit als Finanzdirektor. Dies ist auch das Verdienst des gesamten Staatsrates und seiner Verwaltung.

 

Hier noch einige Geschäfte für die sich die Grossratsmitglieder der Mitte besonders engagiert und ausgezeichnet haben und die mit der Zustimmung durch den Grossen Rat belohnt wurden:

 

  • Das Postulat von Grossrat Laurent Dietrich im Namen des Kulturclubs, das einen Bericht verlangt über die Auswirkungen von COVID-19 auf den besonders betroffenen Bereich der Kultur.
  • Die Motion betreffend den Ausbau der numerischen Infrastrukturen (Fiberoptik im ganzen Kanton), vorgeschlagen durch die Grossräte Pierre-André Grandgirard und Daniel Bürdel.
  • Die Motion von Grossrat Bertrand Morel, die die Schaffung eines kantonalen Betreibungs-Auszugs verlangt, um Missbräuche bezüglich „Wohnsitz-Tourismus“ säumiger Zahler zu verhindern. Die finale Lösung müsste eigentlich bundesweit geregelt werden.
  • Die Motion von Grossrat Bertrand Morel, die die Wiedereinführung von Kursen für Hundebesitzer verlangt.
  • Ein Verpflichtungsdekret zur Aufhebung des letzten unbewachten Bahnüberganges in Villaz auf der Haupteisenbahnlinie Genf –Zürich fand einstimmige Zustimmung.
  • Der Auftrag der Grossräte Eric Collomb, Bertrand Morel und François Genoud war ebenfalls ein Volltreffer und ist ein klares und starkes Signal für die raschmögliche Verwirklichung (Beginn spätestens im Frühling 2022) des Projektes Tour Henri für die Rechtsfakultät der Universität Freiburg. 
  • Wir werden die nächtliche Lichtverschmutzung dank der Motion der Grossratsmitglieder Francine Defferrard und André Schoenenweid vermindern.
  • Das Postulat von Grossrat Christian Ducotterd betreffend Situation der Betagten in den Heimen und Spitälern während der Pandemie wurde genehmigt.

 

Christian Ducotterd verlässt nach 20 Jahren starkem Engagement für unsere Partei und unseren Kanton den Grossen Rat. Herzlichen Dank Christian für das Beispiel, das du uns vorgelebt hast und für deine stets intensive parlamentarische Arbeit! Herzlichen Willkomm an Caroline Dénervaud (Vize-Gemeindepräsidentin  von Villars-s-Glâne), die ihm ab dem Monat Juni nachfolgen wird.

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