Delegiertenversammlung vom 3. September 2026
9. September 2026 – Zweimal NEIN am 27. September. Die Mitte Freiburg will kein Korsett für die bewährte Neutralitätspolitik der Schweiz und keine fehlgesteuerte und illusorische Agrarpolitik. Die Partei ist bereit für die kantonalen Wahlen vom November. Zwei Kandidierende für den Staatsrat, vier Kandidierende für die Oberämter der Veveyse, der Saane, der Sense und dem See. Volle Listen für den Grossen Rat in allen Bezirken.
Die Delegierten der Mitte Freiburg lehnen die Neutralitätsinitiative deutlich ab. Die Mitte Freiburg will keine Schwächung der Schweizer Sicherheit durch das geforderte Kooperationsverbot mit europäischen Sicherheitspartnern. Die Schweiz kann ihre Verteidigung in der heutigen Bedrohungslage nicht isoliert organisieren. Zudem droht ein Werteverlust durch ein starres Korsett in der Verfassung, welches die Schweiz bei internationalen Krisen de facto zur Tatenlosigkeit zwingen würde. Das automatische Verbot von Sanktionen (ausser jenen der UNO) bricht mit der Schweizer Tradition der Solidarität und belohnt Übergriffe gegen das Völkerrecht. Die Initiative löst aus Sicht der Mitte Freiburg kein reales Problem, sondern fesselt die Bundespolitik im Krisenfall unnötig. Die bewährte, flexible Neutralitätspolitik hat das Land sicher durch Krisen geführt und muss gewahrt bleiben.
Die Ernährungsinitiative wird von den Delegierten der Mitte Freiburg klar abgelehnt. Die Mitte Freiburg ist gegen eine fehlgesteuerte Agrarpolitik durch Konsumentenbevormundung und einem realitätsfremden Eingriff in den Markt. Ein starrer Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 Prozent ist illusorisch und lässt sich in der Praxis nicht verordnen, ohne gleichzeitig drastische staatliche Zwangsmassnahmen zu ergreifen .Für den Kanton Freiburg wiegen die Konsequenzen der Initiative besonders schwer, da der Kanton traditionell ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Milch- und Fleischwirtschaft ist. Die Freiburger Landwirtschaft basiert zu einem grossen Teil auf Grasland, das sich hervorragend für die Raufutterproduktion und damit für die Haltung von Milchkühen und Rindern eignet, aber für den geforderten, intensiven Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln für den Direktverzehr nicht geeignet ist. Ein radikaler, verordneter Umbau hin zu einer primär pflanzlichen Produktion würde die Existenz zahlreicher Freiburger Familienbetriebe und die nachgelagerte Verarbeitungsindustrie im Kanton direkt bedrohen.
Die Mitte Freiburg ist mit ambitionierten Zielen und einer ausgezeichneten Auswahl an Kandidatinnen und Kandidaten bereit für die kantonalen Wahlen. Mit Nationalrätin Marie-France Roth Pasquier aus Bulle und Grossrat Markus Julmy aus Schmitten stehen zwei ausgewiesene Persönlichkeiten bereit, die zwei Sitze in der Kantonsregierung zu verteidigen. Dies mit einem gemeinsamen und engagierten Wahlkampf im Team des Freiburger Bündnisses. In vier Bezirken will die Mitte die Oberamtspersonen in der kommenden Legislatur stellen. Dies mit dem bisherigen Oberamtmann François Genoud in der Veveyse, mit Christophe Maillard, Dienstchef des Amtes für Gemeinden, in der Saane, mit Grossrat Bojan Seewer im Sensebezirk und mit Alessa Itten, Anwältin und Generalrätin in Murten für den See. Auch die Wahlbezirke stehen mit vollen Listen und engagierten Kampagnen bereit, die Stärke der Mitte Fraktion im Kantonsparlament mindestens zu verteidigen. Von den insgesamt 110 Kandidierenden, präsentieren sich 21 Bisherige.
Damiano Lepori, Präsident – 079 859 75 68